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Die AIDS-Schleife

Die AIDS-Schleife

Die AIDS-Schleife ist eines der aussagekräftigsten Accessoires die ich kenne. Und das Gute an ihr: sie steht jedem Outfit. Heute ist Welt-AIDS-Tag, also der Tag, der jedes Jahr von der AIDS-Organisation der Vereinigten Staaten organisiert wird, um das Bewusstsein und den Umgang mit AIDS zu stärken und das Wissen darüber zu verbessern. Auch ich möchte am Welt-AIDS-Tag mit meinem Blog einen Teil zur Aufklärung der Unwissenden und zur Stärkung der Betroffenen beisteuern. Die AIDS-Schleife: ein zeitloses Accessoires, gemacht für jedes Outfit, gemacht für jeden Träger.

Die AIDS-Schleife

Die AIDS-Schleife: ein zeitloses Model, gemacht für jeden Träger

Das kann man wohl nicht von jedem ,,Accessoires“ behaupten. Sie ist klein, oft ganz unauffällig, vermittelt aber eine große Botschaft. Die AIDS-Schleife steht wie kein anderes Symbol für Solidarität und Gedenken, während sie gleichermaßen Mut macht und Toleranz versprüht. Als Red Ribbon wurde die AIDS-Schleife im knalligen Rot erstmal 1990 in San Francisco, bei einer Demonstration gegen die Diskriminierung von HIV-Infizierten Menschen, getragen. Seit jeher steht sie für den Kampf gegen AIDS.

Es ist noch gar nicht so lange in der Geschichte der Menschheit her, da wurden HIV-Infizierte und AIDS erkrankte Menschen von der Gesellschaft verstoßen. Für die heutige Zeit im damals praktiziertem Ausmaß unvorstellbar. Dennoch sind Verunsicherungen, Ängste und Vorurteile gegenüber HIV-Infizierten und Aidskranken Menschen omnipräsent. Immer noch wird hinter dem Rücken von HIV-Infizierten und Aidskranken Menschen getuschelt. Und ich frage mich: muss das eigentlich sein? Ganz klar: Nein!

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HIV und AIDS wurden als Probleme von Randgruppen, wie Homosexuelle und Drogenabhängige, gesehen. Heute weiß man – und das zum Glück: HIV und AIDS machen auch vor den ,,Nicht-Randgruppen“ keinen Halt. HIV und AIDS? Wieso denn die Mehrzahl? Da gibt es doch gar keinen Unterschied? So, oder so ähnlich, haben einmal alte Klassenkameraden im Biologieunterricht reagiert, als das Thema AIDS im Lehrplan anstand. Mit 18 Jahren den Unterschied zwischen AIDS und HIV nicht zu kennen ist gleichermaßen ein Armutszeugnis für die unwissende Person und die Gesellschaft, in der die Person lebt. Wer den HI-Virus in sich trägt und ansteckbar ist, leidet nicht deswegen gleich an AIDS. Ein Unterschied, der die Welt bedeutet, in der Welt aber keineswegs schon Jedem bekannt ist. So eben auch einigen meiner alten Klassenkameraden.

Die AIDS-Schleife Mister Matthew 2

Die AIDS-Schleife und ihre Kampagnen

,,Würdest Du jemanden mit HIV küssen? – Klar, wenn er mein Typ ist.“

,,Was würdest du zu einem HIV-positivem Bäcker sagen?“ – Zwei Mohnbrötchen bitte.“

,,Dürfte dein Kind mit HIV-positiven Kindern spielen? – Klar, aber um sieben gibt’s Abendessen.“

,,Würdest du mit einem HIV-positivem Kollegen in die Kantine gehen? – Klar, wenn das Essen genießbar ist.“

Diese und ähnliche Sprüche, initiiert vom Bundesministerium für Gesundheit, hingen 2014 auf Plakaten in Deutschland verteilt. Eine Klasse Aktion, die es eigentlich auf den Punkt bringt. Denn viele Menschen denken immer noch, dass HIV durch bloßes Anschauen, Küssen, Händeschütteln übertragen werden kann. Was unmöglich klingt, ist wirklich in einigen Köpfen Realität. Wie sagte Albert Einstein einmal so schön: ,,Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.“ Wo er recht hat, hat er wohl recht.

Die Dummheit wird dann für die Umwelt der Intelligenten gefährlich, wenn sie zu Ausgrenzungen und zu Missachtungen zum Beispiel gegenüber HIV-Infizierten oder Aidskranken führt. Doch glücklicherweise existieren noch genügend intelligente Menschen, die nicht nur dem AIDS, sondern auch der Dummheit den Kampf angesagt haben. Denn solange es Krieg, Korruption und kratzbürstige Menschen auf diesem Planeten gibt, sehe ich AIDS als das kleinste Problem an. Gegen Geschlechtskrankheiten kann man sich schützen, gegen Krieg, Korruption und Kratzbürstigkeit ist das schon etwas schwerer, wenn nicht sogar gänzlich unmöglich.

Das Tragen der AIDS-Schleife ist somit nicht nur ein Symbol der Solidarität, sondern vielmehr ein Symbol für Vernunft und ein Zeichen gegen all diejenigen, die Menschen mit HIV und AIDS in unserer Gesellschaft herabstufen und ausgrenzen. Ich würde mich sehr freuen, wenn auch ihr – und zwar nicht nur am Welt-AIDS-Tag – Träger der AIDS-Schleife werdet. Die AIDS-Schleife steht jedem Outfit. Und zum Glück auch jedem Träger. Auf der Webseite des Welt-AIDS-Tag könnt ihr Euch tiefere Informationen über den Virus, die Krankheit und die aktuelle Kampagne einholen.

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Veröffentlicht in Gedanken

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