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Ein Fashion Blog für Männer ?

Fashion Blog für Männer

„Wie leicht doch bildet man sich eine falsche Meinung, geblendet von dem Glanz der äußeren Erscheinung.“ – Moliere

Sie sind Model, Blogger, Künstler – Sie sind schwul.

Woher kommen diese Vorurteile? Was hat es mit ihnen auf sich? Warum denken wir/die anderen so? Fragen über Fragen. Und das alles nur wegen einer Frage: „Sind Mode interessierte Männer Schwuchteln?“ Oder sollten sie es vielleicht sein, um ihrer Arbeit bestens nachgehen zu können?

Wenn Männer in der Mode Welt arbeiten, dann ist das Klischee der Homosexualität nicht weit. Ein männlicher Frisör? Schwul. Männliche Models? Schwul. Männer die Make Up tragen? Schwul.
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Schwul, Schwul, Schwul. Ist das wirklich richtig? Und lassen sich wirklich maßlos alle Männer in der Mode in einen Topf schmeißen? Nein! Dennoch wird es immer gemacht. Immer öfter.

Viele sehen die Mode Welt als Frauen dominierte Szene. Und das ist sie auch. Da sind Männer mit modischem Interesse irgendwie anders einzuordnen, als Männer die auf Fußball und Bier stehen.

Was mich an diesem Vorurteil stört, ist die Tatsache, dass das Verhältnis von homosexuellen und heterosexuellen Geschöpfen in der Modebranche tatsächlich komplett ausgeglichen ist. Ich kenne viele heterosexuelle, männliche Models. Mehr sogar, als homosexuelle Models. Woran das liegt? Ganz einfach: die Labels, Designer und Agenturen bevorzugen eben Männer, die auch wirklich wie Männer aussehen. Schwules Gehabe verkauft sich einfach nicht so gut (nehmt es mir mal nicht übel, aber so ist das in diesem Geschäft halt.) Abgeknickte Hände, Nasales Sprechen, Androgynes Aussehen sind halt nicht wirklich kommerziell und auch nur für eine sehr enge Zielgruppe attraktiv. Androgyne Models haben ihre Nische, sind aber nicht die Mehrheit in der Mode Welt. Weder als Model, noch als Fashion Blog für Männer.

Also finde ich einen Stempel „Schwul“, auf alles was männlich ist und im Mode Universum arbeitet, nicht nur unangebracht, sondern gänzlich bescheuert. Ein Denken mithilfe eines solchen Stempels beweist nicht nur die fehlende Ahnung, sondern deckt auch die Menschen auf, die nicht in der Mode arbeiten und sich nie wirklich damit beschäftigen.

Die größten männlichen Designer: hetero. Warum haben wir nur hetero Stil-Ikonen wie Kayne West oder David Beckham? Hetero Models wie Lucky Blue Smith, Tyson Beckford, Andre Hamann? Bestimmt nicht, weil wir zu viele homosexuelle davon haben.

Modemagazine, lange Shoppingrunden, Beautyprodukte und kosmetische Behandlungen, alles Dinge, die wohl auf Dauer als typische „Frauen Dinge“ eingestuft werden. Und um Himmelswillen ein kleiner Junge mag diese mehr, als Autos, Fußball oder Call of Duty. Er wird definitiv eine Schwuchtel.
In Zeiten von Metro- und Pansexualität (weißt du überhaupt was Pansexualität bedeutet?) sollten Berufsgruppen nicht mehr nach Geschlecht und sexuellem Interesse eingestuft werden. Und doch wird es getan. Ein perfekt Salsa tanzender Mann? Schwul, schwuler, am schwulsten. Warum? Einfach talentiert.

Man stelle sich vor: es gibt auch homosexuelle Männer, die auf Fußball abfahren. Ja aber Hallo. Ich selber kenne einen, der den ganzen Modekram für absolute Sch..hält. Und er ist nicht hetero. Ist die Mode eigentlich ein Kerl, bei dem man schwul sein muss, um auf „ihn“ zu stehen? Tut mir leid, dieses Produkt wird nicht mit Schwuchtel gekennzeichnet, nur weil es auf Mode steht.

Mode ist definitiv pansexuell. Und ein Fashion Blog für Männer erst recht.
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Fotos: Daniel M Viero
Mister Matthew

Mister Matthew ist der Autor hinter dem Fashion Blog für Männer ,,Mister Matthew”. Seit 2014 berichtet er täglich über seine Outfits und Reisen, Events und Fashion Weeks, über aktuelle Trends und No-Gos, seinen Alltag und seine Erlebnisse. Mister Matthew liebt die guten und schönen Seiten des Lebens und ist ein positiver Mensch durch und durch. Sein Blog steht dabei für hochwertigen und einmaligen Inhalt.

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2 Comments

  1. 9. Dezember 2015 / 11:23

    Cooler Artikel! Ich denke, Leute sollten generell mal aufhören anhand von Interessen und Verhaltensweisen auf die Sexualität einer Person zu schließen.
    Wie sollte das beispielsweise bei Jerome Boateng funktionieren, der sich sehr für Mode interessiert und dazu einer der besten Fussballer Deutschlands ist. Der müsste ja auf der einen Seite sehr schwul, auf der anderen Seite aber auch sehr hetero sein.
    Diese Gedanken basieren doch meist nur auf Vorurteilen von Leuten, die einfach keine Erfahrung mit Menschen haben, die „anders“ sind als sie selbst.

    • 9. Dezember 2015 / 12:03

      Damit hast du vollkommen recht Lasse!
      So ein Verhalten könnte maximal auf eine Bisexualität hinweisen.
      Aber ja, wie schon gesagt: wozu sich überhaupt Gedanken machen darüber. Ist letztendlich vollkommen egal. Modeinteressiert darf jeder sein, auch Heterosexuelle!
      Und einen Fashion Blog für Männer darf auch jeder lesen. Auch Frauen :P

      Danke für deinen Kommentar! :)

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