Kochbuch Fashion

Vor ein paar Tagen wurde ich auf ein leckeres Essen Zuhause eingeladen und machte eine erstaunliche Entdeckung. Als ich die Küche betrat fiel mir sofort ein großes, massives Buch in die Augen, welches aussah wie ein Buch voller Zaubersprüche, so mysteriös wie es wirkte. Doch befand ich mich nicht in der Küche einer Hexe, sondern in der meiner Mutter. Und zu meinem entsetzen stellte ich fest, dass es sich um ein Kochbuch handelte.

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Eine Weile verging, ich überlegte und ließ meine Gedanken spielen. Wer benutzt denn heutzutage noch ein Kochbuch? Ist denn heute nicht schon jeder soweit Google zu fragen? Offensichtlich nicht. Ich staunte nicht schlecht und ließ mich bekochen, doch der Gedanke verfolgte mich. Ich esse Vintage-Food. Und bei dem Schlagwort Vintage kam ich zur Mode. Das Kochbuch surfen ist eine Funktion welche die nachwachsende Generation wohl kaum noch beherrscht. Es dauert lange, ist wenig aktuell oder individuell, ist vorgedruckt und lässt sich nicht mal eben mit einem Mausklick ändern. Genauso muss es früher in der Modewelt gewesen sein. Mann kaufte nicht ständig neue Klamotten ein. Sie waren kostbar und nicht immer so leicht zugänglich, sei es durch Kriege oder schlechte Infrastrukturen. Da war es noch ein Familien Event, wenn es Klamotten gab. Man denke nur an “Kaisers Neue Kleider”, welcher Aufwand hier betrieben wurde. Denn an Klamotten ranzukommen war nicht wirklich leicht, für manche auch undenkbar, für wieder andere musste ein Blatt vor dem Schritt genügen.

Heute ist das ganz anders. Doch war früher alles besser? Klinge ich jetzt wie eine Oma, oder wie ein Opa, oder wie eine Mutter selbst? Heute bestellst du mit einer App, am Telefon, oder am Tresen von Mc Donalds dein Fressen. Es ist schnell und einfach zubereitet, es dauert nicht lange, macht satt und ist günstig. Das Fast-Food Essen. Und genauso verhält es sich auch mit der Mode. Du machst das Internet auf, gehst zu Amazon oder Kleiderkreisel, du klickst dich durch Angebote, oder fällst einfach in den nächsten Primark, welcher bei dir um die Ecke ist. Und am Ende wunderst du dich warum du kaum über 20€ kommst, obwohl du mit 20 Tüten an der Kasse ankommst. Von dem Rest Geld pfeifst du dir einen Bic-Mac rein. Nennt sich das jetzt auch Fast? Fast Fashion? Ist es das was man will?

Ich komme nicht umhin mich zu fragen: Und was ist jetzt besser? Ehrlich? Ich würde sagen eine gute Mischung aus beiden. Altmodisch ist nicht immer gleich schlecht, sondern kann zur Abwechslung ganz lecker sein, wie ich merkte. Und dann sind die Zutaten unserer Mode ganz gleich, sie müssen nur gut gewürzt sein.

Text: Mister Matthew Foto: Flickr.com Creative Commons von Danny6

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Mister Matthew ist der Autor hinter dem gleichnamigen Modeblog für Männer: »Mister Matthew«. Seit 2014 berichtet er über die Themen Mode, Kosmetik, Lifestyle und Interior. Einzigartig in der deutschsprachigen, männlichen Bloggerszene, transportiert er auf seinem Blog individuelle als auch hochwertige Inhalte, auf künstlerische sowie ästhetische Art und Weise. Immer mit einem gewissen Twist, möchte er seine Leser*innen zu den schönen Seiten des Lebens einladen. Wenn Luxus auf Haltung trifft, begegnet man Mister Matthew. Herzlich Willkommen.

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