Matthew goes Paris

Matthew goes Paris

Vier Tage Paris sind nun vorbei und somit die erste Station der Europa Tour, welche ein schöner und ereignisreicher Start war. Wir kamen Freitag recht spät Abends an, setzten unsere Mitfahrgelegenheit, eine Absolventin der HochSchuleFürBildendeKünste aus Dresden, Zuhause ab und machten uns auf den Weg zu unserem Hotel, ein schickes, niedliches Hotel im Süden Paris. Dort nicht all zulange verbracht, schnappten wir uns ein Taxi und sausten gleich zum Herzstück der Mode Metropole; dem Eiffelturm. Aus dem Taxi ausgestiegen und eine Häuserzeile weiter gelaufen, stach der Turm uns in die Augen. Der Wahnsinn. Ich hatte ihn mir wesentlich kleiner und irgendwie femininer vorgestellt. Doch er war einfach nur majestätisch groß, Gold angeleuchtet und einfach..einfach das Herzstück Paris. So liefen wir an ihm vorbei, unter ihm hindurch, um ihn herum und ich kam aus dem Staunen nicht mehr heraus. Ebenfalls anwesend waren Straßenverkäufer, welche sämtlichen Müll zu verkaufen versuchten. Unter anderem Champagner, was irgendwie total verrückt, aber gleichzeitig auch toll war. Mittlerweile war es 1 Uhr Nachts und im Park um den Eiffelturm herum war reges treiben. Menschen die zusammen saßen, Shisha rauchten, tanzten, tranken, quatschten, Fotos machten .. Und wir mittendrin. Getrieben vom Hunger und kurz vorm verhungern machten wir uns auf die Suche nach Nahrung. Wie Jäger und Sammler zogen wir durch die Straßen von Paris, bis wir endlich nördlich der Seine, im Stadtteil des Nachtlebens, eine Art Dönerstand fanden. Dazu muss man sagen, das fast jedes Restaurant in Paris um 2 Uhr die Türen schließt. Müde und vom Essen gesättigt, ging es gegen 3 Uhr zurück in unser Hotel, wo wir nach fast 24h auf den Beinen gerade mal 7 Stunden geschlafen haben.

Am Samstag früh ging es direkt zur Champs-Elyseé, die größte und prunkvollste Einkaufsstraße von Paris. Zu meiner großen Enttäuschung ist sie doch nicht so toll wie ich dachte, denn es reihten sich doch Tiffany&Co. an H&M und Zara. Sehr, sehr schade! Noch dazu ist sie Touristen überrannt und gefühlt braucht man eine halbe Stunde um die Straßenseite zu wechseln. Der eindrucksvollste Laden war der von Abercrombie&Fitch, welcher eher an eine Villa, an einen Palast erinnerte. Ich habe noch nie in meinem Leben einen derartigen Shop gesehen. Da konnten Burberry und Hugo Boss einpacken. Eine Mega aufwändige Auffahrt aus Steinen und Bäumen, ein vergoldetes Eingangstor und ein Store mit über 4 Etagen. Am Eingang ein Team von Menschen, welches dich übertrieben stark zu einem Foto mit einem halb nackten Mann überreden will.
Ein Kaffee auf der Champs-Elyseé kaum billiger als 10€. Die wirklich guten Marken findet man hier aber nicht. Diese sind etwas weiter versteckt, wie zum Beispiel Etro, Ralph Lauren. Emporio Armani by Georgio Armani entdeckten wir rein zufällig, hier gefiel mir ein Pullover ganz besonders. Er hatte vorne am Brust und Bauch Bereich Fell angebracht, was mich an mein Outfit erinnerte, als ich mir das Rückenfell eines Fuchses vorne umband. Für 300€ teuer ohne Frage, aber dennoch günstig für Upper Class Fashion, da habe ich schon gänzlich andere Preise gesehen, wo man seine Kotze wieder angewidert runterschlucken muss. Wie zum Beispiel: Thierry Mugler (mein Geheimtipp für dominante, Single Frauen; mein Lieblings Label), hier kostet ein einfaches T-Shirt schnell 750€.

Paris

Danach ging es zum Mittagessen an den Eingang der Pariser Katakomben, welche wir als Attraktion ausließen, da die Schlange inhuman zu lang war. Das Essen war gut, aber wieder teuer. Für zwei kleine Gerichte, ein Orangensaft und ein Kaffee 48€ zu bezahlen ist schon traurig. Immerhin war das Wasser kostenlos, etwas was durchaus öfters sein könnte, wenn man bedenkt das oft das Wasser einfach nur aus den Leitungen kommt. Am Nachmittag ging es zum Notre Dame, die Kathedrale aus der Gesichte “Der Glöckner von Notre Dame”. Schön gesehen zu haben, aber auch nicht weiter empfehlenswert. Eine Kathedrale wie jede andere auch, sowie massiv Touristen überrannt. So zogen wir weiter durch die kleinen Gassen am Notre Dame und gönnten uns ein Croisannte. Genug für diesen Tag. Wir legten uns schlafen, um den nächsten Tag recht früh zu beginnen. Denn es stand ein Besuch des Louvre bevor.

Ich als Kunst süchtiges Kid konnte es mir nicht entgehen lassen, den Himmel der Kunst, von den Legendären Künstlern zu besuchen. “Geht nicht zum Louvre! Da müsst ihr mit 2 Stunden anstehen rechnen! Lasst das sein und dann noch bei dem Wetter!”, hieß es von vielen Seiten vor unserem Trip. Doch hier ein kleiner Tip für alle die, die das Museum in Zukunft mal besuchen wollen oder werden: fahrt mit der U-Bahn zur Station Louvre und ihr müsst keine Sekunde lang anstehen. Unfassbar aber wahr! Du steigst aus der U-Bahn und fällst an die Kasse des Louvres. Die Skulpturen aus dem alten Roms, sowie aus dem alten Ägypten haben mich nicht besonders beeindruckt. Dafür die Gemälde umso mehr. Bilder die mit 60qm teilweise größer sind als manche Wohnungen! Die Mona Lisa wirkte wie ein anwesender Promi, um den eine Menschen Traube, erhoben mit Smartphones, um Selfies zu machen, stand. Nach dem Louvre poste ich noch für eins, zwei Fotos die mein Mann machte, vor der Pyramide des Louvres, welche als Eingang fungiert. Beim Verlassen des Museums war die Straße gesperrt. Aber für was? Natürlich, es ist Tour de France. Erst tobten eine Masse an verrückt gewordener Sponsoren Wagen an uns vorbei. Später auch die Radfahrer, doch da saßen wir in einem Vorsprung eines Gebäudes, aßen Baguette und tranken ne’Coke. Spontan kam uns der Einfall das berühmt berüchtigte Schloß von Versailles zu besichtigen. Also taten wir das auch. Dort angekommen waren wir schnell sehr beeindruckt von der Größe, doch beim zweiten Blick fiel uns auf, dass es sich nicht groß vom Schloss Sanssouci in Potsdam unterschiedet. Das Schloß war einst ein Jagdschloss, bis es Ludwig der VVIV. zu dem machte was es heute ist. Auch genannt Sonnenschloss, weil die Sonne hinter dem Schloß verschwindet, wenn sie untergeht. Der Garten gefühlt so groß wie Dresden. Wenn man hier einen Krimi dreht, unter dem Motto “Der Gärtner ist der Mörder”, muss man den Gärtner hier erstmal finden. Wir gönnten uns ein großes Steak, einen Salat, und Pommes, was wir nicht hätten getane, wenn wir gewusst hätten, welchen Spontan Einfall wir kurze Zeit später haben würden.

Lass uns doch mal den Eiffelturm besteigen. Haha. So fuhren wir vollgefuttert zum Turm und stiegen in 300 Meter Höhe. Immer zur vollen Stunde wird der Eiffelturm mit einem silbernen Lichter Regen in Szene gesetzt, was sich, wenn man auf dem Turm steht, anfühlt, als wäre man auf einer Techno Party mit Stroboskop Licht. Der 3. Floor, der am höchsten gelegene, in 281 Metern Höhe. Hier hat man eine grandiose Aussicht auf den Eiffelturm. Ein perfekter Ort um ein Selfie zu machen. Ihr könnt euch nicht vorstellen wie inflationär das hier ist. Jeder ist damit beschäftigt, sogar ein altes Ehepaar lies es sich nicht nehmen, das Selbstportrait von sich und der tollen Aussicht im Hintergrund zu schießen. Auf der ersten Etage, welche sich mit der Höhe des Kölner Doms messen kann, befindet sich ein Restaurant. Ein Restaurant, ausgezeichnet mit einem Michelin Stern. Teuer natürlich. Und umso teurer, desto kleiner sind die Portionen! Zurück auf dem Boden der Tatsachen ging es zurück in unser Hotel, wo ich in der Badewanne ertrank, bevor ich in den Armen meines Mannes einschlief.

Das Fazit zu Paris: Paris ist auf jeden Fall empfehlenswert und eine Stadt, die man einmal gesehen haben muss. Dennoch ist Paris für mich nicht die Stadt der Liebe. Zwischen all dem Gewusel und all den Touristen, kommt wenig Romantik auf. Paris ist architektonisch ein Meisterwerk, nur beim Straßenbau stand einer wohl auf besonders eng. In Paris leben viele Immigranten, was der Stadt zusätzlich einen internationalen Flair gibt. Der allgemeine Flow der Stadt ist interessant und schwer zu beschreiben. Es scheint, als wären kaum Pariser unterwegs. Die Pariser die Urlaub haben, sind an der Côte d’Azur, die die es nicht haben Arbeiten, doch hätten sie auch Urlaub, wären sie ebenfalls fort. Paris scheint Pariser leer zu sein. Stadt der Mode ist auch ein kleines Mühe zweifelhaft. Es steht außer Frage, dass es Ballungsgebiet für Designer und Modehäuser ist. Doch scheint der große Fashion Hype nur anlässlich der Fashionweek stattzufinden. Natürlich sind die begehrten Marken hier stärker vertreten und haben teilweise ihren Sitz hier. Etwas enttäuschend, aber annehmbar. Außerdem riecht es überall in der Stadt nach verbrannten Waffeln, weshalb man fast immer Hunger hat. Umso länger ich in Paris war, desto wohler habe ich mich gefühlt. Jetzt geht es weiter nach Montpellier. Hierauf bin ich auch sehr neugierig! Paris du bist niedlich und süß, ein kleines bisschen bitter. Wir sehen uns wieder!

Text: Mister Matthew Foto: Mister Matthew

Folgen:
Mister Matthew
Mister Matthew

Mister Matthew ist der Autor hinter dem gleichnamigen Modeblog für Männer: »Mister Matthew«. Seit 2014 berichtet er über die Themen Mode, Kosmetik, Lifestyle und Interior. Einzigartig in der deutschsprachigen, männlichen Bloggerszene, transportiert er auf seinem Blog individuelle als auch hochwertige Inhalte, auf künstlerische sowie ästhetische Art und Weise. Immer mit einem gewissen Twist, möchte er seine Leser*innen zu den schönen Seiten des Lebens einladen. Wenn Luxus auf Haltung trifft, begegnet man Mister Matthew. Herzlich Willkommen.

Mehr von mir: Web | Twitter | Instagram | Facebook

Teilen:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert