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Projekt Horizont: mein Trip auf den Kilimandscharo

Projekt Horizont: mein Trip auf den Kilimandscharo

Projekt Horizont: mein Trip auf den Kilimandscharo

Nun kann ich Euch endlich erzählen, was ich im Mai 2018 in Afrika gemacht und für eine neue Sendung von FUNK (ARD und ZDF) gedreht habe. Gemeinsam mit 5 anderen jungen Menschen sowie einem großen Team an Produktionsleuten und Einheimischen, habe ich den Kilimandscharo, also den größten Berg von Afrika bestiegen. Stolze 6000 Meter ist dieser hoch, also nur 2000 Meter kleiner als der Mount Everest. Wahnsinn! Die Sendung nennt sich ,,Projekt Horizont“ und könnte damit den Nagel nicht passender auf den Kopf treffen. Ich möchte Euch ein bisschen von meinem Trip auf den Kilimandscharo erzählen – obwohl ich es vielmehr unseren Trip nennen sollte, denn ohne die Menschen um mich herum, hätte ich einen solchen Trip wohl nicht einmal annähernd gewagt, geschweige denn meistern können. Aber immer der Reihe nach.

Es war Anfang diesen Jahres, als ich die Möglichkeit bekam für eine neue Sendung einen Trip auf den Kilimandscharo zu wagen. Sofort war ich Feuer und Flamme für das Projekt und stürzte mich hinein. Fremde und interessante Menschen? Ein mega großes und nicht ungefährliches Abenteuer? Eine schwierige aber zu schaffende Herausforderung, an der ich wachsen kann? Wieso nicht, dachte ich mir und sah in dem Trip auf den Kilimandscharo nicht nur eine lustige und unterhaltsame Reise, sondern vor allem einen Berg an Vergangenheit, dem ich es zeigen und beweisen wollte. Denn meine Vergangenheit ist nicht so erfolgreich und fröhlich wie es mein derzeitiges Leben ist.

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Der Berg, das Mobben und Ich

Ich habe es schon oft auf dem Blog, in Interviews in der Presse oder in meiner Instagram Story angesprochen: ich wurde in meiner Schulzeit stark gemobbt. Man kam mit mir einfach nicht klar, mit meiner Art, mit meinem Anderssein, denn ich bin schwul, interessiere mich für Mode und habe viel mehr weibliche als männliche Freunde. Das stieß damals in meiner Schule, am Rande von Dresden, auf wenig gefallen, weshalb ich Wenigen gefiel. Ich hätte damit leben können, wären da nicht die Beleidigungen, Ausgrenzungen und letztendlich auch die Handgreiflichkeiten gewesen. Es war eine Zeit in der ich nicht nur verbal und körperlich viel verletzt wurde, sondern auch eine Zeit die mir einmal mehr zeigte, wie taff das Leben sein kann.

Jetzt, viele Jahre später, habe ich nicht nur mein Abitur in der Tasche, verdiene mit meinem eigenen Business Geld und habe ein dickes Fell wie ein Bär, sondern fühle mich frei, glücklich und zufrieden. Doch es kommt nicht selten vor, dass ich regelmäßig an meine Vergangenheit denke, nicht zuletzt wegen der Tatsache, dass es Mobbing und Ausgrenzung noch immer in unserer Gesellschaft gibt – eine Aufgabe und Herausforderung, an der noch immer viele Jugendliche unfreiwillig wachsen müssen.

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Der Kilimandscharo und meine Vergangenheit

Meinen Trip auf den Kilimandscharo sehe ich zwar als eigenständige Herausforderung an, doch ist diese Herausforderung auf seltsame Art und Weise mit meinen Herausforderungen aus der Vergangenheit verknüpft, denn: ein bisschen Vergangenheit projizierte ich auf den Berg. So wurde der Berg mein ganz persönlicher Gegner, da er nicht mehr nur der bloße Berg war, sondern plötzlich auch der doofe Spruch von damals, der starke, coole, mich hassende Typ aus der Vergangenheit. Der Trip auf den Kilimandscharo ist zu meinem eigenen Symbol der Willensstärke und der Tapferkeit geworden, da ich im Nachhinein den Berg nicht nur als Herausforderung sehe, sondern auch als Ort und Abenteuer, bei dem ich über meine Grenzen hinausgehen konnte und unfassbar tolle Menschen kennenlernen durfte.

Der Berg hat mir einmal mehr bewiesen, dass keine Aufgabe, keine Herausforderung im Leben zu groß ist. Doch leider gibt es sehr viele Menschen in unserer Gesellschaft, die der Mut zum Leben schon lange verlassen hat. Das kann viele Gründen haben, einen besonders großen Grund sehe ich aber im Mobben, der Diskriminierung und Ausgrenzung. Besonders viele Kinder und Jugendliche, aber auch Erwachsene sind davon betroffen und kommen vielleicht nicht immer so heile und glücklich aus dieser Situation heraus wie ich. Diesen Leuten, diesen Außenseitern möchte ich ein Freund sein, sie an die Hand nehmen, ihnen während der Sendung von meiner eigenen Geschichte erzählen, während wir den Berg, also die Herausforderung, gemeinsam besteigen und bezwingen.

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Projekt Horizont: die Sendung

Derzeit bin ich noch in London, doch in wenigen Tagen (am Samstag) geht es für mich nach Köln zur Premiere der Sendung, wo auch ich zum ersten Mal die einzelnen Folgen der Sendung sehen werde. Ihr könnt Euch nicht vorstellen wie gespannt und aufgeregt ich bin. Auch wenn ich es eigentlich selbst live erlebt habe, wirkte es unfassbar surreal und nicht selten konnte man die vielen Eindrücke gar nicht richtig verarbeiten. Sich selbst dann noch einmal bei dieser Herausforderung, bei diesem Abenteuer zusehen wird dementsprechend spannend, emotional und hoffentlich erfolgreich. Erfolgreich in dem Sinne, ob ich es schaffe Euch meine Gedanken und Gefühle zu vermitteln und vielleicht auch für Euch bevorstehende Herausforderungen ertragbarer zu machen.

Ganze zwei Wochen haben wir in Afrika gedreht, wobei sich das Hauptaugenmerk natürlich auf die Besteigung des Kilimandscharos richtet. Dabei war die Besteigung kein entspannter Spaziergang. Ganze acht Tage ging es mit Gepäck, Schlafen in Zelten, Toilettengang im Freien, Regen und Hitze, Freude und Schmerz auf den Berg. Ganze acht Tage voller Adrenalin und Anspannung, in denen man mit der Gruppe wuchs, lachte, weinte und stritt. Es gab unfassbar viele schöne, aber auch sehr, sehr anstrengende, traurige und heftige Momente, was mich die anderen Protagonisten, das Produktionsteam und die Einheimischen tief in mein Herz schließen ließ.

Wenn man mich nach dem größten Abenteuer meines Leben fragt, dann lautet die Antwort nun ganz klar: Kilimandscharo. Ich bin unendlich dankbar für die Eindrücke die ich sammeln und für die Erfahrungen die ich machen durfte. Ich würde mich unfassbar freuen, wenn ihr mich bei diesem Abenteuer digital begleitet, um vielleicht auch selbst zu testen, wie weit ihr glaubt gekommen zu wären, was ihr selbst mitgemacht oder gelassen, anders oder neuartig gemacht hättet. Außerdem würde mich sehr freuen, wenn Euch die Schicksale von uns, also mir und den anderen Protagonisten, in irgendeiner Weise inspiriert, unterstützt, schützt, anregt oder stärkt. Denn sind wir mal ehrlich: jeder hat doch eine Baustelle in seiner Vergangenheit. Oder nicht? Schüttet uns zu mit Meinung, Lob, Kritik uns sonst was. Seit meiner Rückkehr Ende Mai 2018, muss ich jeden Tag mehrere Stunden an diese Reise, an dieses Abenteuer denken – wie eben auch an meine Vergangenheit. Ob ich bzw. wir es auf den Berg geschafft haben? Wie wir uns als Gruppe verhalten und unterstützt haben? Wie wir uns selbst entwickelt und gewandelt haben? Das darf ich leider nicht verraten. Aber das ist ja kein Problem, denn ihr könnt es Euch ansehen – und zwar ab sofort, jeden Donnerstag um 16 Uhr auf dem Kanal ,,Projekt Horizont“. Ich möchte nur so viel sagen: Grenzen werden überschritten und Horizonte erreicht – wenn auch nicht für jeden von uns.

Trailer zur Sendung Projekt Horizont

Hier kannst du den Trailer zur Sendung ansehen.

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Die Gruppe auf dem Weg zum Kilimandscharo.

Mister Matthew

Mister Matthew ist der Autor hinter dem Fashion Blog für Männer ,,Mister Matthew”. Seit 2014 berichtet er täglich über seine Outfits und Reisen, Events und Fashion Weeks, über aktuelle Trends und No-Gos, seinen Alltag und seine Erlebnisse. Mister Matthew liebt die guten und schönen Seiten des Lebens und ist ein positiver Mensch durch und durch. Sein Blog steht dabei für hochwertigen und einmaligen Inhalt.

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3 Kommentare

  1. Mai
    26. Januar 2019 / 1:27

    Ich hab den Film eben geschaut und bin unglaublich beeindruckt. Egal wie hart es war, man sieht dich immer noch weiter strahlen und vor allem laufen. Von deiner positiven und offenen Art und Weise, mit der du auch die schwierigen Situationen gemeistert hast, kann und sollte (!) sich jeder eine Scheibe abschneiden. Großen Respekt an dich und die ganze Gruppe. Wirklich ein toll umgesetztes Projekt!
    Ich hoffe man wird dich in der Zukunft noch weiterhin bei so coolen Projekten mitmachen sehen!

    Liebe Grüße
    Mai

    • 26. Januar 2019 / 1:31

      Hey liebe Mai,
      vielen lieben Dank für deine Worte! Das bedeutet mir sehr viel! Gerne gebe ich das positive Feedback auch an das Team weiter.
      Dass der Film (die Serie) so gut ankommt, inspiriert und vielleicht auch zum positiveren Denken anregt, macht mich unheimlich stolz. Der gute Kilimandscharo. Habe diesen Berg, mit all seinen Momenten vor Ort, echt lieben gelernt.

      Modische Grüße Mai,

      Matthew <3

  2. Rainer Behrend
    7. Oktober 2018 / 14:09

    Wow, cooler Trip ! Würde ich auch gerne mal machen. Reise auch sehr gerne, bin aber soweit noch nicht gereist. Cooler Blog ! Weiter so. TOP!

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