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Sich einfach aus dem Fenster lehnen

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Sich einfach aus dem Fenster lehnen

– Wochenrückblick über Leben & Tod

Manchmal, da muss man sich einfach aus dem Fenster lehnen und etwas wagen. Einfach starten, machen, probieren – und sich nicht von irgendwelchen Ängsten oder gesellschaftlichen Konventionen leiten lassen. Die vergangenen Wochen waren wild und nicht immer hatte ich so große Lust auf einen Wochenrückblick, seht es mir nach, doch jetzt habe ich das Gefühl: ich muss reden. Vergangene Woche ist meine Oma in ein Krankenhaus eingeliefert wurden, Diagnose: man weiß es nicht genau. Sie fühlte sich schlecht, schwach, lag nur im Bett und hat nichts gegessen – der Anfang vom Ende? Über die Tage im Krankenhaus kamen dann noch eine Lungenentzündung und Nierenversagen hinzu. Und irgendwo zwischen ,,wird sie wieder gesund oder wird sie sterben?“ klingelte es laut in meinem Kopf. Es war meine Oma, die mir mit sanfter Stimme sagte: ,,Manchmal, da muss man sich einfach aus dem Fenster lehnen, mein Junge.“

Wenn es laut im Kopf klingelt und man an die Schönheit des Lebens erinnert wird, dann ist das gut, im gleichen Moment aber auch schlecht. Warum? Weil man nicht erinnert werden müsste, wenn man es nicht ständig vergessen würde. Irgendwo zwischen den ganzen schönen Dingen im Leben, sind es erst die weniger schönen Dinge, die uns dankbar und nachdenklich stimmen lassen. Das eine bedingt das andere.

Manchmal, da muss man sich einfach aus dem Fenster lehnen und etwas wagen. Damit ist nicht etwa Selbstmord oder das Machen von zu großen Versprechen gemeint, sondern das Tun einer Sache, die man sonst immer lieber vermieden hat. Aus Angst und Bedenken vor der Meinung anderer Köpfe. Liebe die Person, die du willst, trage das Outfit, das du möchtest, gehe den Weg, den du willst. Mache einfach das, was du machst, auch wenn du dich dafür in den Augen von anderen Menschen aus dem Fenster lehnen musst. Denn meine Oma würde just in diesem Moment im Krankenhaus nichts lieber tun als das: Das, worauf sie gerade Lust hat – und das ist eben nicht der Tod.

Der Regen wirkt umso schöner, wenn man an die Trockenheit denkt.

Die Sonne wirkt umso schöner, wenn man an den Regen denkt.

Das Leben wirkt umso schöner, wenn man an den Tod denkt.

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Bewegt

Bewegt hat mich in der vergangenen Zeit nicht nur der Aufenthalt meiner Oma im Krankenhaus, sondern auch der Tod von Karl Lagerfeld. Mit ihm ist nicht nur ein modisches Genie, sondern auch ein Stück weit modische Geschichte gestorben. Ein Mann, der definitiv in die Geschichtsbücher eingegangen ist. Ein Mann, dessen Namen jeder kannte. Ein Mann, dessen Kontostand jeder wöllte. Doch am Ende hilft das alles nichts. Das letzte Hemd hat keine Taschen. Viele Taschen hatte Karl aber dafür während seiner Lebenszeit. Und diese füllte er nicht nur mit Ruhm und Ehre.

Wenn man von Karl Lagerfeld spricht, dann muss man auch über seine billigen Kommentare zu den verschiedensten Dingen sprechen. Karl machte sich regelmäßig über dicke Frauen und Ausländer lustig, sprach öffentlich über seine grundlegende Abneigung dazu. Und eigentlich war Herr Lagerfeld nichts anderes als das: ein dicker Ausländer. Denn als er in seinen frühen Jahren nach Paris zog, um dort als Designer tätig zu sein, war er weder dünn noch Franzose. Es ist immer wieder traurig zu sehen, wie sich Leute über andere Menschen versuchen zu erheben.

Einige Menschen lehnen sich definitiv zu weit aus dem Fenster. Auch wenn das letzte Hemd für jeden keine Taschen hat, was an sich schon fair ist, so kann man doch nur hoffen, dass wir alle nach dem Tod noch ein bisschen mehr Gerechtigkeit erfahren, als wir es hier auf Erden tun. Der Gedanke, dass ein Karl Lagerfeld vielleicht im gleichen Himmel verweilen darf wie meine Oma, lässt mir den Glauben an die Gerechtigkeit verlieren. Auf den Tod, auf das Leben und auf die Gerechtigkeit, welche uns hoffentlich spätestens mit dem Tod wiederfährt.

Gesehen

Leider passend zum Thema Leben und Tod, habe ich eine wahrlich gute Serie entdeckt und geschaut: Der Mord an Gianni Versace. Wie nahe sich das Leben und der Tod, der Erfolg und Misserfolg doch stehen, zeigt die Serie mehr als gut. Die Serie zeigt aber auch, wie ungerecht diese Welt doch tatsächlich ist und wie schnell unser Dasein auf Erden für immer ein Ende haben kann. Die Serie ist einfach großartig. Zwischen Mode, Glanz und Glamour gesellen sich Mord, Intrigen und mehr als schlechte Menschen. Wenn die Realität mit der Fantasie verschwimmt, dann ist das mehr Realität als Fantasie. Die Serie ist brutal ehrlich und ehrlich gesagt sehr brutal. Danach hat man einmal mehr den Wunsch nach Frieden, Freude, Heiterkeit. Manchmal habe ich das Gefühl, dass wir Menschen immer wieder daran erinnert werden müssen. Also: anschauen!

Gearbeitet

In den vergangenen Wochen habe ich viel am Schreibtisch gesessen und gearbeitet. Ich liebe es einfach, wenn ich nach einem produktiven Tag den Schreibtisch verlassen und mich einfach wohlfühlen kann. In mir steckt definitiv ein großer Workaholic, weshalb mich arbeitsreiche Tage fast schon mehr erfüllen als die entspannten. Arbeit muss man einfach als Privileg sehen, als Lebenszeit, die man sich so motiviert und damit positiv wie nur möglich gestalten sollte. Denn eins sei uns gewiss: im Tod sind wir befreit von jeder Arbeit. Und zwar für immer. Also sollten wir jede Sekunde mit unserer Arbeit genießen und nicht immer am laufenden Band darüber jammern. Apropos jammern: wenn man den richtigen Beruf ausübt, aus der Leidenschaft und nicht aus dem Geld heraus, dann ist man sowieso sehr weit entfernt von einer potentiellen Jammerei. Die Lebenszeit genießen, auch die Arbeit in ihr, das würde meine Oma definitiv auch empfehlen.

Gefreut

Ein bisschen klingt es so, als wären meine vergangenen Wochen ein einziges Trauerspiel gewesen. Dem ist tatsächlich nicht nur so. Neben meinem Nachdenken über den Tod, habe ich vor allem eines getan: mich gefreut. Zum einen ist da Lady Gaga, die ihren ersten Oscar gewonnen hat. Wenn man seit stolzen 10 Jahren ein Hardcore-Fan ist, dann freut man sich über Fernsehbildschirme hinweg einfach unheimlich für sie mit. Vor allem aber auch deswegen, weil sich eine Lady Gaga zu genüge in ihrem bisherigen Leben anhören musste, dass sie niemals das erreichen würde, woran sie glaubt und arbeitet. Und here we are. Manchmal – und das weiß eine Lady Gaga sehr gut – da muss man sich einfach aus dem Fenster lehnen und etwas wagen.

Hierbei sollte man sich aber niemals zu weit aus dem Fenster lehnen, damit man seinen nächsten Geburtstag noch erleben und feiern kann, wie es mein Freund vergangene Woche tat. Stolze 36 Jahre ist er jung geworden. Das haben wir natürlich ausgiebig gefeiert. 7 Jahre später, kann ich immer noch von mir sagen, dass ich ihn Liebe und mit ihm zusammen bin.

Meine Oma freut das auch, die katholisch erzogen und somit ein bisschen verzogen wurde. Doch trotzt der fast schon diktatorischen Ansicht ihrer Religion über andersartige Sexualitäten, konnte sie sich mit ihrem Willen aus dem Fenster lehnen und somit nicht nur den Himmel, sondern auch gänzlich neue Horizonte erkennen.

Ganz anders scheint das zum Beispiel bei Annegreth Kramp-Karrenbauer zu sein, die uns vergangene Woche einmal mehr deutlich machte, wie dämlich sie eigentlich ist. Wenn man sich weit aus dem Fenster lehnt, dann sollte man versuchen neue Horizonte zu erkennen. Das geht natürlich nicht, wenn man nur nach unten auf den Boden starrt.

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Geshoppt

Der Frühling steht unmittelbar bevor! Das haben uns nicht nur die Temperaturen der letzten Wochen, sondern auch die Blicke in die Onlineshops des Internets eindrücklich gezeigt. Deshalb habe ich mir schon das ein oder andere Teil für die wärmeren Tage gegönnt. Denn wenn der Frühling dann einmal kommt, dann kommt er ziemlich schnell. Und dafür möchte ich ja auch modisch vorbereitet sein. Ich habe dir hier mal eine Auswahl meiner Ausbeute verlinkt. Vielleicht willst du ja auch schon ein bisschen frühlingshafte Mode-Luft schnuppern.

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Gebloggt

In den vergangenen Wochen habe ich auch wieder fleißig in die Tasten meines Blogs gehauen. Von Outfits, über Trends, bis hin zu persönlichen Gedanken und einem neuen Artikel aus meiner Sex-Kolumne, war alles dabei was das ,,Mister Matthew Herz“ begehrt. Klick dich gerne mal durch. Viel Spaß beim Lesen.!

Entspanntes Büro Outfit für Männer

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Wenn ich Politiker wäre

Sex ohne Liebe

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10 Dinge, die ich diesen Sommer machen möchte

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Mister Matthew

Mister Matthew ist der Autor hinter dem Fashion Blog für Männer ,,Mister Matthew”. Seit 2014 berichtet er täglich über seine Outfits und Reisen, Events und Fashion Weeks, über aktuelle Trends und No-Gos, seinen Alltag und seine Erlebnisse. Mister Matthew liebt die guten und schönen Seiten des Lebens und ist ein positiver Mensch durch und durch. Sein Blog steht dabei für hochwertigen und einmaligen Inhalt.

Mehr von mir: Web

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