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Kolumne: Sex nach einer Party

Kolumne über Sex nach einer Party von Mister Matthew alias Matthias Limmer im Hotelbett

Sex nach einer Party, ja oder nein?

Ich schloss leicht betrunken die Tür zu meinem Zuhause auf, während ich mich selbst riechen konnte. Und das war alles andere als einladend. Schweiß, Rauch, Alkohol, gepaart mit einem Spritzer Parfum, welches ich vor einer gefühlten Ewigkeit beim Verlassen meines Hauses aufgetragen hatte. Ich war mit Freunden auf einer Party, hab mir die Füße tot getanzt, meinen Durst übertrunken und im gleichen Moment alles wieder ausgeschwitzt, weil die Klimaanlage im Club ausgefallen war. Jetzt Sex? Ich weiß nicht. Sex nach einer Party kann toll sein – ist toll. Aber in diesem komischen Moment an meiner Haustür, waren die Gerüche an meinem Körper, die einzigen Dinge die sich paaren wollten.

Kolumne über Sex nach einer Party von Mister Matthew alias Matthias Limmer mit Fliege im Bett

Über Aspirin, Schweiß und der Sex nach einer Party

Wie verhält es sich mit dem Sex nach einer Party? Sagt man dazu ja, wenn die Party schlecht, der Abend dementsprechend kurz und Schweiß sowie Alkohol kaum vorhanden waren? Sagt man dazu nein, wenn die Party gut war, man sich also auf der Türschwelle ins Heim befindet und sich genau so fühlt wie ich mich eines neulich morgens? Ist der Sex nach einer Party von der Party selbst abhängig? Ich glaube schon.

Und dabei ist das nicht nur von den eigenen Attributen wie Alkoholpegel und Geruch, sondern auch von den physikalischen Gegebenheiten des Gegenübers festzumachen. Nicht wahr? Sex nach einer Party kann toll sein. Aber eben auch nicht. Vor allem dann, wenn es auf Grund der Gegebenheiten erst gar nicht dazu kommt. Was macht man dann? Sich schnell eine Aspirin einschmeißen und unter die Dusche springen, während man inständig darauf hofft, dass das mitgebrachte, auf der Couch wartende Souvenir nicht einschläft? Alles irgendwie nicht so optimal.

Sex kann dreckig und schweißtreibend sein. Aber schon im Vorfeld vollkommen von der Party durchschwitz so anfangen? Eher nicht so mein Fall. Denn hierbei geht es nicht nur um Geruch und Geschmack, sondern auch um Gesundheit und Hygiene allgemein. Ein Teufelskreislauf. Denn während man sich unter der Dusche schrubbt, sich vielleicht noch alles dreht und bewegt, dem Alkohol sei Dank, kann unmöglich erotische Stimmung in mir aufkommen. Da kann auch das beste, exotischste und anregendste Duschgel dieser Welt nix machen.

Es scheint tatsächlich nur zwei Lösungen dafür zu geben: entweder schickt man seinen Snack nach Hause oder man kommt beider maßen so betrunken nach Hause, dass man von Schweiß-, Rauch- und Alkoholgeruch nichts mehr mitbekommt. Aber dann bleibt fraglich, ob man überhaupt das Andere, das Schöne noch mitbekommt. Möchte man dann am Morgen derjenige sein, der sich an nichts mehr erinnern kann? Egal ob es gut oder schlecht war? Nein, denn wenn man nichts fühlt und nichts mehr weiß, dann hätte man seinen Snack auch nach Hause schicken und sich Peinlichkeiten ersparen können.

Kolumne über Sex nach einer Party von Mister Matthew alias Matthias Limmer Spiegelbild

Das Problem mit dem Sex nach einer Party

Die Situation ist verflixt. Das Problem noch viel mehr. Sex nach einer Party ist ohne wenn und aber kompliziert. Oder wird es einfach nur verkompliziert behandelt? Ist es nicht viel unkomplizierter alleine nach Hause zu gehen? Alleine mit Rausch, Geruch und Hygiene klar kommen zu müssen? Ich erinnere mich an eine Situation in London: ich sitze völlig fertig mit den letzten Zügen meiner Zigarette vor dem Heaven Club, während ich die nach Hause gehenden Paare und Errungenschaften beobachte. Meine Freunde tanzen und flirten auf dem Dancefloor weiter, während ich nur an Essen und Wasser zum trinken und Duschen denken kann. Von Schlaf mal ganz abgesehen. Jetzt mir einen Snack angeln und damit im Bett landen? Auf gar keinen Fall. Der einzige Snack, der mit mir an diesem Morgen in London ins Hotel geht, ist ein Sesambrötchen, belegt mit Käse, Tomaten, sauren Gurken und Senfsauce. Mein after-Party Snack muss keine dreckige Wurst sein. Und Fisch bevorzuge ich auch lieber frisch.

Kolumne über Sex nach einer Party von Mister Matthew alias Matthias Limmer im Hotelbett nachdenkend

Kolumne über Sex nach einer Party von Mister Matthew alias Matthias Limmer im Hotelbett

Die Lösung für den Sex nach einer Party

Frisch ist hierbei das Stichwort. Denn selbst wenn man dem Sex nach einer Party eine schöne, heiße, sauber machende Dusche vorschiebt: der Snack auf der Couch bleibt ungeduscht. Und dann, so frisch nach Rosen duftend, riecht man Schweiß, Rauch und Alkohol beim Gegenüber noch viel intensiver. Na klasse. Den Snack auch noch schnell unter die Dusche schicken, während man hofft nicht selbst dabei auf der Couch einzuschlafen? Möglich – aber auch alles andere als entspannt, cool oder amourös.

Sex nach einer Party kann, ohne eine intelligente Lösung, zum echten Problem werden. Auch wenn es mit Sicherheit eine große Masse an Leuten gibt, welche die Gegebenheiten nach einer Party nicht stört, so wird es auch die Gegenseite geben, wie mich. Ich möchte in erster Linie nicht Schweiß, Rauch und Alkohol an meinem Gegenüber riechen oder schmecken, sondern vor allem den eigenen Geruch seines/ihres Körpers. Denn wenn ich Sesambrötchen möchte, dann möchte ich keines nach Schweiß, Rauch oder Alkohol riechendes. Verständlich.

Und da, gefangen im Dilemma zum Thema Sex nach einer Party, eingekreist von ,,soll ich oder soll ich nicht“, schießt mir die intelligente Lösung in den Kopf: den Snack einfach gleich mit unter die Dusche nehmen, zu zweit Duschen und …

Kolumne über Sex nach einer Party von Mister Matthew alias Matthias Limmer schaut in den Spiegel im Hotel

Sex ist nur schmutzig, wenn er richtig gemacht wird.

Woody Allen

Kolumne über Sex nach einer Party von Mister Matthew alias Matthias Limmer schneidet eine Grimasse

Mister Matthew

Mister Matthew ist der Autor hinter dem Fashion Blog für Männer ,,Mister Matthew”. Seit 2014 berichtet er täglich über seine Outfits und Reisen, Events und Fashion Weeks, über aktuelle Trends und No-Gos, seinen Alltag und seine Erlebnisse. Mister Matthew liebt die guten und schönen Seiten des Lebens und ist ein positiver Mensch durch und durch. Sein Blog steht dabei für hochwertigen und einmaligen Inhalt.

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2 Kommentare

  1. Peter Schilder
    16. Januar 2019 / 19:30

    Warum sprichst du von deinem Sexualpartner in sächlicher Form und bezeichnest ihn als Snack? Warum siehst du ihn nicht einfach als liebenswerten Mensch aus Fleisch und Blut, der dich sogar anmacht? Dann spielte Geruch und Geschmack keine so wichtige Rolle, wie du ihnen gibst.

    • 16. Januar 2019 / 23:38

      Hey Peter :)

      Danke für dein Feedback! Das ist doch nur für die Kolumne, damit es ein bisschen frecher, bisschen lockerer klingt. ,,Snack“ ist natürlich nicht abwertend oder negativ gemeint.

      Modische Grüße,

      Mister Matthew <3

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